Willkommen in der Zukunft

Besseres Arbeiten durch MRK Roboter?

Was vor noch gar nicht allzu langer Zeit reine Fiktion war ist mittlerweile g√§ngige Praxis in vielen Produktionsst√§tten und anderen Arbeitsbereichen. Die Mensch-Roboter-Kollaboration vereint die besten Eigenschaften von Mensch und Maschine in einem soziotechnischen System. MRK Roboter √ľbernehmen dabei monotone und k√∂rperlich be- oder √ľberlastende Arbeiten und reagieren auf die steigenden Bedarfe komplexer Produktionsprozesse in kurzen Produktionszyklen bei hoher Variantenvielfalt.

Um sich den Herausforderungen moderner Industrie zu stellen bedarf es einer weitreichender Automatisierung der Produktion. Denn während auf der einen Seite hohe Fertigungszahlen bei gleichzeitig maximaler Flexibilität gefordert werden, steigen auf der anderen Seite die Lohnkosten.

Die Schnelllebigkeit der Prozesse die immer wieder Umr√ľst- und Konfigurationsaufwand beinhalten zeigt wiederum die Chance der Neugestaltung von Produktionsprozessen auf, in denen Robotersysteme in manuelle Systeme integriert werden. Diese hybriden Produktionssysteme erm√∂glichen effiziente und wirtschaftliche Produktionsl√∂sungen, in denen Mensch und Maschine in Zukunft noch enger zusammenarbeiten. Die menschlichen F√§higkeiten wie Intelligenz und Urteilsverm√∂gen werden dabei um die Vorteile technischer Fertigkeiten erg√§nzt.

Welche Arten von Robotern verbaut B√ĄR Automation?

Wir können in unseren Sondermaschinen und Fertigungsanlagen Standard-Roboter aller gängigen Marken verbauen, und zwar:

  • Sensitive Roboter/Leichtbauroboter
  • 6-Achsroboter
  • Ladeportale
  • Palettenhandhabung

Dabei orientieren wir uns am jeweiligen Nutzungsanspruch. Das beinhaltet auch die Auswahl der Integration auf mechanische oder elektrische Weise.

Mobile MRK Roboter

Die Nachfrage nach mobilen MRK Robotern wächst. Durch unsere Spezialisierung auf Fahrerlose Transportsysteme (FTS) können wir Cobots nach Kundenwunsch in FTS integrieren bzw. an FTF bzw. AMR (autonome mobile Roboter) adaptieren. Die Kombination aus FTS und Robotern kommt bereits in unseren Fertigungsstraßen zum Einsatz. Die Flexibilität und Leistungsstärke unserer Transportsysteme, sowie die Präzision und Prozesssicherheit unserer Sondermaschinen ergänzen sich dabei zu einem effizienten und langlebigen System.

Welche Vorteile bieten MRK-Roboter?

Bei der Mensch-Roboter-Kollaboration werden die St√§rken des Menschen mit den Vorteilen des MRK-Roboters verkn√ľpft. W√§hrend die menschliche Intuition und das Verm√∂gen Entscheidungen und Urteile zu f√§llen unerl√§sslich sind f√ľr moderne Arbeitsprozesse, kann der Cobot schnelle, kraftvolle Bewegungen ausf√ľhren und zwar ausdauernd und in pr√§zisen, aber noch wichtiger in reproduzierbaren Bewegungen. Diese Kombination ergibt mehrere Vorteile:

Entlastung der Mitarbeiter
Die Umverteilung von monotonen und k√∂rperlich belastenden Arbeiten f√ľr den Menschen auf Roboter stellt sowohl eine k√∂rperliche als auch psychische Entlastung dar.

Weniger Platzbedarf im Vergleich zu industriellen Robotern
Da die bei industriellen Robotern vorgesehen Schutzräume und -zäune entfallen wird weniger Platz benötigt. Mensch und Maschine können nun in einem Kollaborationsraum agieren und sind nicht auf isolierte Arbeitsplätze angewiesen.

Effizienz- und Qualitätssteigerung
Durch den hohen Automatisierungsgrad können einerseits die Fertigungsqualität, aber auch die Schnelligkeit der Produktion erhöht werden, insbesondere bei repetitiven Prozessen und solchen die ein hohes Maß an Konzentration erfordern. Da der Mensch von sich wiederholenden Aufgaben entbunden ist, kann er sich mit seiner Expertise komplexen Aufgaben widmen.

Hohe Flexibilität
Der Einsatz von MRK-Robotern ist nicht lokal gebunden. Durch die meist leichte Bauweise und den geringen Platzbedarf können sie flexibel eingesetzt werden. Die Tätigkeiten des Endeffektors können außerdem nach Bedarf angepasst werden.

Gibt es unterschiedliche Formen der Interaktion von Mensch und Roboter?

Es gibt verschiedene Interaktionsformen von Mensch und Roboter, bei denen die Nähe zwischen den Interaktanten variieren kann. Der Buchstabe K im Akronym MRK kann dabei unterschiedliche Bedeutungen haben, mit denen unterschiedliche Stufen der Arbeitsteilung von Mensch und Maschine beschrieben werden und zwar die Koexistenz, die Kooperation und die Kollaboration.

Wie sicher sind Mensch-Roboter-Kollaborationen?

Um die Sicherheit bei Mensch-Roboter-Kollaborationen zu gewährleisten gibt es international festgelegte Normen.

Die DIN EN ISO 10218-2 regelt den Robotereinsatz im allgemeinen und wird mit der ISO/TS 15066, um den Einsatz im Kollaborationsbetrieb ergänzt. So wird sichergestellt, dass der Mensch während der kollaborierenden Arbeit keinerlei Gefahr durch den Cobot ausgesetzt ist.

Die 4 Schutzprinzipien nach ISO/TS 15066:

1. Sicherheitsgerichteter √ľberwachter Halt

Sobald ein Mitarbeiter den Kollaborationsraum betritt stoppt der kollaborierende Roboter unmittelbar und bleibt bewegungslos, bis der Mitarbeiter den gemeinsamen Raum wieder verlassen hat.

2. Geschwindigkeits- und Abstands√ľberwachung

Arbeitet ein Mensch zeitgleich mit einem MRK Roboter im Kollaborationsraum, h√§lt dieser einen Mindestabstand ein. Mit beispielsweise Laserscannern wird daf√ľr der Abstand zwischen beiden Interaktanten permanent √ľberwacht und das Kollisionsrisiko ermittelt. Wird der vorgesehene Abstand unterschritten reduziert sich die Geschwindigkeit des Cobots zun√§chst und kann letztendlich zum Sicherheitsstopp f√ľhren.

3. Leistungs- und Kraftbegrenzung

Die Leistungs- und Kraftbegrenzung beschreibt die Einhaltung biomechanischer Grenzwerte bei direktem Kontakt zwischen Mensch und Cobot. Um die Kontaktkr√§fte dabei soweit zu minimieren, dass sie ungef√§hrlich sind, werden f√ľr verschiedene K√∂rperregionen verschiedene Grenzwerte, bzw. Schmerzschwellen, festgelegt. Das Gesicht hat vom gesamten K√∂rper den geringsten zugelassenen Kollisionswert.

4. Handf√ľhrung

Bei der Handf√ľhrung wird der Cobot von einem Menschen gesteuert, oftmals durch Bewegungsbefehle. Die Bewegungsbefehle werden dann am Endeffektor, das Werkzeug am Roboterarm, in Bewegungen umgesetzt. Durch die aktive Steuerung in Kombination mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung wird hier der Schutz des Menschen gew√§hrleistet.

Als zust√§ndige Berufsgenossenschaft hat die BGHM (Berufsgenossenschaft f√ľr Holz und Metall) festgelegt, dass die in der ISO/TS 15066 Norm beschriebenen Kraft- und Kollisionswerte bei der Roboter- Mensch-Kollaboration in jedem Fall eingehalten werden m√ľssen. Eine individuelle Risikobeurteilung bei jeder Verwendung von Cobots stellt eine zus√§tzliche Sicherheitsma√ünahme dar, um den Menschen vor Verletzungen zu sch√ľtzen.

Kann die Sicherheit am Arbeitsplatz durch MRK Roboter erhöht werden?

W√§hrend es viele Vorkehrungen gibt, den Menschen am Arbeitsplatz vor MRK Robotern zu sch√ľtzen, insbesondere vor Zusammenst√∂√üen oder Klemmungen, k√∂nnen diese auf der anderen Seite die Sicherheit am Arbeitsplatz ma√ügeblich erh√∂hen. Cobots k√∂nnen auf zwei Ebenen zur Sicherheit am Arbeitsplatz beitragen und zwar auf 1. psychischer und 2. physischer Ebene. Indem der Cobot monotone und eint√∂nige Arbeiten √ľbernimmt, kann eine mentale √úberbeanspruchung von Mitarbeitern verhindert werden. Zus√§tzlich kann die k√∂rperliche Entlastung, die mit einem MRK Roboter einhergeht, positiven Einfluss auf die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden haben. Die physische Ebene der Entlastung ist aber auch Selbstzweck. Ergonomisch ung√ľnstige und anstrengende Arbeiten, wie √úber-Kopf-Arbeiten oder das Heben und Tragen schwerer Lasten werden von der Maschine √ľbernommen. So wird nachhaltig die Gesundheit der Mitarbeitenden geschont. Des Weiteren k√∂nnen Cobots Arbeiten in potenziell gef√§hrlichen Umgebungen √ľbernehmen oder das Hantieren mit gesundheitssch√§dlichen Stoffen.

Die Sicherheit von Mensch-Roboter-Kollaborationen wird also durch strikte Sicherheitsvorkehrungen gewährleistet, während auf der anderen Seite die Sicherheit am Arbeitsplatz durch kollaborierende Roboter letztlich nachhaltig erhöht werden kann.

Kurz gesagt: Mensch-Roboter-Kollaborationen sind sicher und sorgen f√ľr Sicherheit am Arbeitsplatz.

So können Sie uns erreichen

FAQ - Fragen und Antworten

Was bedeutet MRK?

MRK ist das Akronym f√ľr Mensch-Roboter-Kollaborationen. MRK sind definiert durch die Arbeit von Mensch und Roboter in einem gemeinsamen Arbeitsraum ohne Schutzzaun. Die Roboter, die dabei zum Einsatz kommen sind sogenannte Cobots (seltener Co-Bots). Der Begriff wird abgeleitet vom englischen Wort ‚ÄěCollaboration‚Äú und ‚ÄěRobot‚Äú.

In welchen Bereichen werden MRK Roboter eingesetzt?

MRK Roboter können und werden in ganz unterschiedlichen Bereichen eingesetzt. Im industriellen Kontext kommen Sie oft in der Produktion oder Logistik zum Einsatz. Es gibt aber auch Cobots, die als Serviceroboter oder Pflegeroboter eingesetzt werden können.

Wo ist der Unterschied zwischen Industrierobotern und kollaborativen Robotern?

W√§hrend Industrieroboter durch Schutzeinrichtungen von Arbeitern getrennt sind, entfallen diese bei kollaborativen Robotern, kurz Cobots. Um die Sicherheit f√ľr den Menschen zu gew√§hrleisten werden die Schutzeinrichtungen durch Schutzvorrichtungen ersetzt, die jeder Cobot genauestens erf√ľllen muss. Die Sicherheitsma√ünahmen richten sich, wie bei anderen Mensch-Maschine-Schnittstellen nach der Art der Zusammenarbeit.